Haben Sie schon einmal von Petaflops gehört?
Dann wird es aber ganz schnell Zeit!
Liebe Leserin, lieber Leser,
zugegeben, ich kenne den Begriff "Petaflops" auch noch nicht lange. Flip-Flops sind Ihnen bekannt, das sind die Gummilatschen, die seit einigen Jahren eine Renaissance erleben. Viele kennen den Flop auch als Begriff aus dem Pokern.
Aber was ist ein Petaflop? In Austin/Teaxs wird seit heute darüber geredet. Dort findet die Supercomputer-Konferenz SC08 statt. Und dort könnten Sie auch mehr über Petaflops erfahren.
Die US-Forschungseinrichtung Oak Ridge National Laboratory stellt nämlich den neuen Cray-Supercomputer "Jaguar" vor, der als zweiter Rechner die Rechengeschwindigkeit von einem Petaflop pro Sekunde durchbricht. Dieser Rechner führt 1.000.000.000.000.000 Fließkommaoperationen pro Sekunde durch. Peta steht für Billiarde, flop für "floating point operation".
Dieser Supercomputer berechnet also eine Millionen mal eine Milliarde Fließkommaoperationen pro Sekunde. Tatsächlich gibt es Anwendungen, bei denen solche Rechenleistungen benötigt werden, beispielsweise bei der Simulation und Energieberechnung von Molekülen.
Neben dem neuen Jaguar schafft nur noch der "Roadrunner" von IBM eine Leistung, die ebenfalls über einen Petaflop liegt.
Um auf diese gigantische Rechenleistung zu kommen, kommen im Jaguar über 150.000 Prozessoren zum Einsatz.
In meinen Rechner arbeiten nur zwei Prozessoren. Und den finde ich schon ziemlich schnell. Ich muss aber auch keine Moleküle berechnen. Meine wissen von alleine, was sie tun müssen.
Eine gute Woche wünscht Ihnen
Ihr
Martin Althaus, Chefredakteur von Excel Daily
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